// Wir suchen: Projektmitarbeiter*in (m/w/d) für Versendungskampagnen und Unterstützung bei Workshops //

im Projekt „JUBU – Jugendbeteiligung bei Bürgerbudgets“ – Bundesprogramm „Demokratie leben“ (20 bis 25 Std./Woche, Potsdam, in Anlehnung TVöD, Arbeitsbeginn: ab sofort)

Der mitMachen e. V. (www.mitmachen-potsdam.de) wurde 2014 gegründet und möchte Menschen ermutigen, sich mit ihren Anliegen in die lokale Demokratie einzubringen. Der Verein setzt seine Ziele vorrangig in langfristig angelegten Projekten um. Wir sind in drei Bereichen tätig: als Träger der externen WerkStadt für Beteiligung in Potsdam, in der Stadtteilkoordination mit einem Stadtteilladen in Bornstedt und dem Jugenddemokratieprojekt JUBU.

Im Projekt „JUBU – Jugendbeteiligung bei Bürgerbudgets“ (www.jugend-budget.de) wurden in den letzten Jahren Beteiligungskonzepte für Offene Jugendarbeit und Schule entwickelt. In der aktuellen Projektphase geht es vor allem um die Weitergabe der Methoden an pädagogische Fachkräfte und freie Träger der Jugendarbeit, wozu verschiedene Formen der Öffentlichkeitsarbeit genutzt und das Social-Media-Angebot ausgebaut werden sollen.

Stelle

  • 20 bis 25 Std./Woche
  • Entlohnung angelehnt an TVöD
  • Beginn: ab sofort
  • Das Anstellungsverhältnis ist unter Maßgabe der jährlichen Bewilligung der Mittel bis zum Ende der Projektlaufzeit bis 31.12.2024 vorgesehen. Ein Folgeprojekt wird angestrebt.
  • Arbeitsort: Potsdam

Kernaufgaben

  • Planung und Durchführung der Kampagnen zur Verbreitung und Versendung der Projektmaterialien
  • Assistenz der Projektleitung
  • Büroorganisation
  • Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung von Workshops mit jungen Menschen und Multiplikator*innen
  • Unterstützung beim Publikationsmanagement, bei Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit

Voraussetzungen

  • Erfahrung mit Büroorganisation und Versendungskampagnen
  • Bereitschaft und Interesse, sich in den Bereich Beteiligung einzuarbeiten und eigenständig Aufgaben bei Workshops und Fortbildungen zu übernehmen
  • Erfahrung hinsichtlich der Unterstützung der Kommunikation mit Entscheidungsträger*innen und Kooperationspartner*innen
  • Erfahrungen in der Unterstützung der Organisation und Durchführung von Workshops
  • Erfahrung bezogen auf die Mitwirkung an der Öffentlichkeitsarbeit

Wünschenswert

  • Erfahrungen in der Projektarbeit
  • Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit kommunalen Verwaltungen und freien Trägern, insbesondere der Jugendarbeit oder der Politischen Bildung
  • Grundlagenkenntnisse in Kommunalpolitik und Einwohner*innenbeteiligung

Wir bieten

  • Die Mitarbeit in einem einzigartigen Projekt, das zwischen Anwendung und Wissenschaft pädagogische Arbeit mit der Weiterentwicklung und Verbreitung von Methoden verbindet
  • Ein unterstützendes Team, das sich mit Freude und Engagement für Jugend-Beteiligung einsetzt
  • Kompetenzerwerb und Fortbildungen

Bei Interesse senden Sie uns bitte Ihre Bewerbung mit Anschreiben, Lebenslauf und Referenzen (auch als Links zu bestehenden Homepages möglich) zusammengefasst in einem pdf-Dokument per E-Mail an folgende Mailadresse: vorstand@mitmachen-potsdam.de

Die Bewerbungsfrist endet am 19.02.2023.

Bei Rückfragen steht Ihnen der Projektleiter Dr. Carsten Herzberg unter der Mailadresse vorstand@mitmachen-potsdam.de zur Verfügung.

Stellenanzeige als PDF

// Nachlese und Vorschau Online-Werkstätten //

Die JUBU-Online-Werkstätten 2022 sind zu Ende gegangen. Uns hat es viel Spaß gemacht und wir haben uns über die vielen positiven Rückmeldungen gefreut. Wir hatten Anmeldungen aus über 20 Brandenburger Kommunen und auch aus Sachsen bis hin nach Norddeutschland und Bayern. „Work in progress“ war unser Motto, es sollten Methoden für Bürgerbudgets vorgestellt werden. Wir haben uns mit kurzen und langen Formaten für Schule, mit offener Jugendarbeit im ländlichen Raum beschäftigt und es wurden Ideen zur Gewinnung von Teilnehmenden erörtert.

Zum Nachschauen und Nachlesen: Wie angekündigt, werden wir im ersten Quartal 2023 die Videopodcasts zum Nachschauen auf unserer Webseite veröffentlichen und über Social Media ankündigen (Facebook: @JUBUmitMachen | Twitter: @JUBU_mitMachen). Wer nicht warten möchte, findet untenstehend einige Präsentationen der Kurzinputs. Darüber hinaus können einige Inhalte  wie z. B. zu Erfahrungen in Kyritz, Potsdam, Eberswalde und Nuthetal auch in unserem neuen Heft „Hier entscheiden junge Menschen!“ nachgelesen werden. Die Publikation haben wir zusammen mit dem Kompetenzzentrum für Kinder- und Jugendbeteiligung herausgegeben . Die Printausgabe kann hier kostenlos bestellt werden:  kontakt@jugend-budget.de

Vertiefung im Gespräch: Wer einzelne Inhalte einmal im Zweier-Gespräch vertiefen möchte, kann sich gerne an uns wenden. JUBU bietet Formate zum Austausch und zur Beratung an. Bitte geben Sie uns frühzeitig hierfür ein Zeichen, damit wir dies bei der Planung für 2023 berücksichtigen können.

Werkstätten für das Jahr 2023: Wir möchten die Reihe nächstes Jahr fortsetzen und haben dafür bereits Anregungen gesammelt, z. B. zu Diversität, Erreichung von jungen Menschen mit wenig Ressourcen, Verbindung zum Politikunterricht etc. Wer Lust hat, selbst etwas vorzustellen, oder weitere Themen vorschlagen möchte, kann sich gerne an uns wenden. Wir würden uns freuen, wenn wir Erfahrungen aus verschiedenen Orten vorstellen können.

Zum Jahresausklang wünschen wir allen eine schöne und erholsame Zeit

Ihr JUBU-Team

 

Vortragsfolien (Auswahl)

Linda Pechstein, Bürgerhaushalt Kyritz

Luise Fröhlich, Zukunftshaushalt in Werder (Havel): Wie gewinne ich Teilnehmende mit Zufallsauswahl und anderen Methoden

Dr. Thomas Mehlhausen, Projektwoche für Schulen mit JUBU in Eberswalde

Martina Rumpel, JUBU-Format “Vorschlags-Expedition” für den ländlichen Raum

 

 

// Gerade erschienen: JUBU – Band 3 über „Bürgerbudgets, Kinder- und Jugendbudgets und Schüler*innenHaushalte“ //

Ob Bürgerbudgets, Kinder- und Jugendbudgets oder Schüler*innenHaushalte – sogenannte fondsbasierte Verfahren haben sich in den letzten Jahren rasch verbreitet. Sie können die Beteiligungs- und Mitwirkungsrechte junger Menschen an allen sie berührenden Gemeindeangelegenheiten, die die Brandenburger Kommunen aufgrund des § 18a BbgKVerf zusichern müssen, ergänzen. Fondsbasierte Verfahren der Jugendbeteiligung gehören somit zu den neu geschaffenen Möglichkeiten, mit denen die Beteiligung junger Menschen gefördert werden soll.

Der Band soll Praktiker*innen der Jugendarbeit Impulse geben, sich mit einer der genannten Formen der fondsbasierten Jugendbeteiligung näher zu beschäftigen. Im ersten Teil werden pädagogische Hintergründe und Konzepte der neuen Beteiligungsmöglichkeiten anhand von Aufsätzen vorgestellt. So eröffnet Prof. Wilfried Schubarth mit einem Beitrag zu Demokratie erleben aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive den Band. Im zweiten Teil des Buches berichten pädagogische Fachkräfte und junge Menschen in Interviews von ihren Erfahrungen in der Praxis. Dabei werden verschiedene Themen aufgegriffen.

Während es z. B. bei dem geplanten Kinder- und Jugendbudget in Potsdam um die Frage der verlorenen Quittung für die Abrechnung geht, diskutiert die Projektleiterin von „Du hast den Hut auf“ aus dem Fläming die Verbindung von Digitalisierung und Beteiligung. In Kyritz wird die Frage nach einem Gesamtkonzept der Beteiligung aufgeworfen, bei dem sich fondsbasierte und dialogorientierte Verfahren der Jugendbeteiligung gegenseitig stärken.

Eine besondere Rolle spielt der ländliche Raum, für den z. B. das JUBU-Projekt das Format Vorschlags-Expedition in Nuthetal entwickelt hat. Auch das Beispiel Kyritz berichtet hier von der Erfahrung mit der Methode „Demokratiewerkstatt“, bei der junge Menschen für mehrere Tage zu einem Workshop in die Jugendbildungsstätte Flecken Zechlin eingeladen werden.

Gleich mehrere Beiträge setzen sich mit dem Aktionsfeld Schule auseinander: So werden sowohl der Schüler*innenHaushalt aus Hohen Neuendorf vorgestellt als auch das Projektwochen-Konzept „mitspielen“ in Eberswalde. An der Schule knüpfen ebenso der Zukunftshaushalt und Zukunftsrat aus Werder (Havel) an. Hier werden Zufallsauswahl und direkte Demokratie kombiniert.

Das Buch beruht auf einer Kooperation zwischen JUBU und dem Kompetenzzentrum für Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg – KIJUBB. Die Landeszentrale für politische Bildung Brandenburg wurde als zusätzliche Förderinstitution gewonnen. Sie ergänzt die Förderungen des JUBU-Projektes aus dem Programm Demokratie leben! und der Robert Bosch Stiftung, des Landespräventionsrates Brandenburg und der Landeshauptstadt Potsdam. Das KIJUBB wird vom Land Brandenburg durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport gefördert.

Das Buch ist bereits digital erhältlich, ab Mitte November kann die gedruckte Ausgabe bei JUBU unter der Mailadresse kontakt@jugend-budget.de kostenlos angefordert werden.

Hier der Link zur Digitalausgabe.

// JUBU-Stellenausschreibung: Koordinator*in (m/w/d) für Teilbereiche eines Jugend-Demokratieprojektes” (Frist bis 30.11. verlängert)//

im Projekt „JUBU‑Jugendbeteiligung bei Bürgerbudgets“ – Bundesprogramm „Demokratie leben“ (25 Std. – 30 Std./Woche, Aufstockung nach Möglichkeit/Potsdam/Anlehnung TVöD ab 01.01.2023)

Der mitMachen e. V. (www.mitmachen-potsdam.de) wurde 2014 gegründet und möchte Menschen ermutigen, sich mit ihren Anliegen in die lokale Demokratie einzubringen. Der Verein setzt seine Ziele vorrangig in langfristig angelegten Projekten um. Wir sind in drei Bereichen tätig: als Träger der externen WerkStadt für Beteiligung in Potsdam, Stadtteilkoordination mit Stadtteilladen in Bornstedt und Jugenddemokratieprojekt JUBU.

Im Projekt „JUBU – Jugendbeteiligung bei Bürgerbudgets“ (www.jugend-budget.de) wurden in den letzten Jahren Beteiligungskonzepte für Offene Jugendarbeit und Schule für die Klassenstufen 9 bis 11 entwickelt. In der aktuellen Projektphase geht es um die Konsolidierung, Verbreitung und Weitergabe der Methoden in den oben genannten Formaten, wozu wir Partner*innen in Brandenburg gewinnen und fortbilden möchten.

Stelle

  • 25 – 30 Std./Woche, bei Interesse kann eine weitere Aufstockung nach Möglichkeit der Projektmittel anvisiert werden
  • Entlohnung angelehnt an TVöD, entsprechend Qualifikation und Erfahrung
  • Beginn 01.01.2023
  • Das Anstellungsverhältnis ist unter Maßgabe der jährlichen Bewilligung der Mittel bis zum Ende der Projektlaufzeit bis 31.12.2024 vorgesehen. Ein Folgeprojekt wird angestrebt.
  • Arbeitsort: Potsdam mit gelegentlichen Dienstfahrten in Brandenburg

Kernaufgaben

Die Umsetzung der Kernaufgaben orientiert sich an den definierten Projektzielen und umfasst folgende Tätigkeiten:

  • Koordination und Durchführung der Verbreitung der JUBU-Methoden für Offene Jugendarbeit und Schule bei freien Trägern der Jugendarbeit in Brandenburg in Abstimmung mit der Projektleitung
  • Entwicklung von pädagogischen Handlungsleitfäden auf der Basis der Erprobung pädagogischer Methoden wie Thementagen, Projektwochen, Ideenwerkstätten etc.
  • Konzeptionierung und Durchführung von Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte
  • Mitwirkung am Beratungsangebot für pädagogische Fachkräfte und Kommunen
  • Unterstützung bei der Außenkommunikation des Projektes

Voraussetzungen

  • Berufserfahrung in der Koordination von Projektbereichen
  • Erfahrung mit der Entwicklung von Konzepten und Etablierung von Strukturen der Zusammenarbeit mit hauptamtlichen Partner*innen
  • Professionelle Kommunikation mit Kooperationspartner*innen
  • Erfahrung in der Erarbeitung von pädagogischen Handlungsleitfäden
  • Erfahrung mit der Konzeptionierung und Durchführung von Fortbildungen
  • Erfahrung mit Beteiligungsformaten in Schule und/oder Offener Jugendarbeit

Wünschenswert

  • Kenntnisse im Feld der Lehrkräfteausbildung
  • Kenntnisse der Trägerlandschaft der Jugendarbeit in Brandenburg
  • Erfahrung in Zusammenarbeit mit kommunaler Verwaltung und freien Trägern
  • Grundlagenkenntnisse in Kommunalpolitik und Einwohner*innenbeteiligung

Wir bieten

  • Die Mitarbeit in einem einzigartigen Projekt, das zwischen Anwendung und Wissenschaft pädagogische Arbeit mit der Weiterentwicklung und Verbreitung von Methoden verbindet
  • Ein freundliches, rücksichtsvolles und unterstützendes Team
  • Gestaltungsfreiheit im Rahmen der definierten Projektziele
  • Kompetenzerwerb und Fortbildungen

Bei Interesse senden Sie uns bitte Ihre Bewerbung mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen zusammengefasst in einem pdf-Dokument per E-Mail an folgende Mailadresse: vorstand@mitmachen-potsdam.de

Die Bewerbungsfrist wurde verlängert auf den 30.11.2022.

Bei Rückfragen steht Ihnen der Projektleiter Dr. Carsten Herzberg unter der Mailadresse vorstand@mitmachen-potsdam.de zur Verfügung.

Stellenausschreibung als Download

Plakat mit Notizen vom bpb Workshop zu Buergerbudgets und Digitalisierung

// Bürgerbudgets mit Bürgerräten? Kontroverse Diskussion auf bpb-Workshop in Berlin //

Am 16. September 2022 hat das Netzwerk „Bürgerhaushalt“ der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) zu einem Workshop nach Berlin eingeladen. Als lokaler Gastgeber bereitete das Berlin Institut für Partizipation – bipar die Veranstaltung sehr umsichtig vor. Im Kern sollte es um Digitalisierung und um die Vorbereitung des großen Netzwerktreffens im November gehen.

So stellte Prof. Dr. Carolin Hagelskamp von der HWR Berlin das internationale Netzwerk „people powered“ vor, das einen Test verschiedener Online-Beteiligungsplattformen vorgenommen hat. bipar selbst präsentierte erste Ergebnisse einer Studie zu digitalen Beteiligungsplattformen in Deutschland. Ein erstes Resümee ist hier, dass eine Online-Beteiligung am besten im Verbund mit Vor-Ort-Veranstaltungen wirkt. Beteiligungsplattformen sind mittlerweile Standard, aber vor zu großen Erwartungen sei auch zu warnen, da es im Netz auch viel Konkurrenz um die Aufmerksamkeit der Nutzer*innen gibt.

Dokumentiert wurde der Workshop von Simon Osterle, der mit Graphic Recording die Diskussion in Berlin festhielt – siehe auch die beigefügten Abbildungen. Eine Dokumentation der Präsentationen wird folgen und an dieser Stelle noch veröffentlicht.

Plakat mit Notizen vom bpb Workshop zu Buergerbudgets und Digitalisierung

JUBU war zu dem Workshop eingeladen, um die Studie „Bürgerbudgets in Brandenburg“ vorzustellen. Dabei ging es ans Eingemachte. Denn zu Beginn jeder Forschung zu diesem Thema ist die Frage zu stellen: Was sind Bürgerbudgets? Einig waren sich die Teilnehmenden weitgehend, dass sich Bürgerbudgets durch ihre Verbindlichkeit von rein konsultativen Bürgerhaushalten absetzen: Die Kommune stellt einen Betrag zur Verfügung und die Einwohner*innen ab einem bestimmten Alter können darüber entscheiden. Meist geschieht dies durch eine Abstimmung nach direktdemokratischen Prinzipien – formal juristisch behält der Gemeinderat das letzte Wort.

Die große Frage war jedoch: Könnte auch ein Bürgerrat über die Vorschläge entscheiden oder muss es grundsätzlich immer eine direkte Abstimmung der Einwohner*innen sein?

Das JUBU-Projekt plädiert für eine methodische Vielfalt und hebt hervor, dass nicht nur die direkte Demokratie eine demokratische Tradition hat, sondern auch eine Zufallsauswahl von Einwohner*innen. Diese reicht bis ins antike Athen zurück und gewinnt derzeit in verschiedenen Ländern durch Bürgerräte zu unterschiedlichen Themen (Umwelt, soziale Gerechtigkeit, Gleichberechtigung etc.) eine hohe Aktualität. Bei Bürgerräten geben hier per Zufall ausgewählte Bürger*innen eine Empfehlung ab. Hier befürchten allerdings Skeptiker*innen einer breiten Definition u. a., dass diese zu einer Aufweichung des Bürgerbudget-Verfahrens führen könnte. Es könnten jegliche Gremien, in denen 1-2 Einwohner*innen neben Politiker*innen und Verwaltung vertreten sind, als Bürgerbudgets deklariert werden.

Grundsätzlich wurde von einigen Teilnehmer*innen gefragt, ob es überhaupt einer einheitlichen Definition bedarf. Denn im Spektrum von Bürgerhaushalten seien verschiedene Begriffe entstanden wie Beteiligungshaushalte, Transparenzhaushalte etc., die letztlich alle etwas unscharf seien, aber dennoch eine Diskussion und Erfahrungsaustausch ermöglichen.

 

Auf dem Workshop ist man jedenfalls noch zu keiner Einigung gekommen. Die Diskussion soll am 22.11.2022 auf der Digitalkonferenz des Netzwerks fortgesetzt werden. Im November findet das Jahrestreffen der Bürgerhaushalts-Bewegten im Rahmen des Digitalkongresses zur digitalen Demokratie – D³ statt. JUBU plant dort eine eigene Veranstaltung zu Jugendbeteiligung bei verschiedenen fondsbasierten Beteiligungsverfahren wie Bürgerbudgets, Jugendbudgets und Schüler*innenHaushalte und möchte hierzu eine neue Publikation vorstellen.

Infos und Anmeldung zur Konferenz des bpb-Netzwerkes Bürgerhaushalte im Rahmen von D³ hier: https://d3kongress.de/

// Ankündigung: Workshop für junge Nuthetaler*innen zu ihrer Perspektive auf Bürgerbudgets //

JUBU möchte die Erfahrungen, die junge Menschen mit dem Bürgerbudget gemacht haben, einsammeln und dokumentieren. Hierfür treffen wir uns am 22. September 2022 mit jungen Nuthetaler*innen. In gemütlicher Runde wollen wir erfahren:

  • Was ist für dich das Gute am Bürgerhaushalt?
  • Was könnte am Bürgerhaushalt noch verbessert werden?
  • Jugendliche nehmen wenig an Bürgerbudgets/Bürgerhaushalten teil. Was meinst du, warum das so ist?

Wir laden alle jungen Nuthetaler*innen herzlich ein, am 22. September 2022 um 17.30 Uhr ins Mehrgenerationenhaus Nuthetal zu kommen und mitzudiskutieren!

// Online-Werkstätten zu Bürgerbudgets und Jugendbeteiligung – Herbst 2022 //

Eine Veranstaltungsreihe für Fachkräfte der Jugendarbeit und Beteiligungsinteressierte

Alle Werkstätten sind Online-Veranstaltungen via Zoom
Anmeldung mit Angabe des gewünschten Termins unter: kontakt@jugend-budget.de

In Brandenburg gibt es mehr als 45 Bürgerbudgets, hinzu kommen noch einmal mehr als 30 Jugendbudgets. Sie bieten einen Ansatz zur Beteiligung junger Menschen und damit zur Umsetzung des § 18a der Brandenburgischen Kommunalverfassung. In den letzten Jahren sind hierfür neue Formate für Schule und Offene Jugendarbeit entstanden. Bei den Online-Werkstätten berichten Praktiker*innen von ihrer „work in progress“: Wir wollen Erfahrungen, Herausforderungen und Visionen teilen. Im Rahmen von 90 Minuten geht es nach kurzen Inputs in die offene Diskussion.

 

1. // Bürgerbudgets und Politische Bildung in der Schule: von kurzen Formaten zur Projektwoche //

Mittwoch, den 19.10.2022, 11:00 – 12:30 Uhr
• Karolin Ring, Koordinatorin kinderfreundliche Kommune in Beeskow
• Julia Zimmermann, JUBU-Projekt / mitMachen e. V.

Schule ist ein wichtiger Lernort für Demokratie. Anhand von Bürgerbudgets kann eine Praxisebene ins Klassenzimmer geholt
werden, indem dort ein selbst erarbeiteter Vorschlag eingereicht wird und so die Chance auf Finanzierung erhält. Wie kann Beteiligung Jugendlicher hier konkret aussehen? Welche Stolpersteine gibt es und welche Mittel können unterstützen? Wir berichten sowohl von kurzweiligen Formaten in Beeskow als auch von einer Projektwoche in Eberswalde. Die Ansätze sind vielfältig und die Teilnehmenden sind eingeladen, von eigenen Ideen und Erfahrungen zu berichten.

 

2. // Offene Jugendarbeit im ländlichen Raum: von Vorschlags-Expeditionen zu Demokratiewerkstätten //

Mittwoch, den 30.11.2022, 11:00 – 12:30 Uhr
• Jule Hoffmann, Projekt Organize, DGB-Jugendbildungsstätte Flecken Zechlin
• Linda Pechstein, Koordinatorin für Kinder- und Jugendbeteiligung Kyritz
• Martina Rumpel, JUBU-Projekt / mitMachen e. V.

Bürgerbudgets sind auch in ländlichen Räumen weit verbreitet und damit Ansatzpunkte für die Offene Jugendarbeit. Das Format Demokratiewerkstatt kann z. B. mit einer Entwicklung von Vorschlägen verbunden werden, wie Erfahrungen des Projektes Organize und der Stadt Kyritz zeigen. In Nuthetal wiederum wurde mit der Vorschlags-Expedition ein neues Format entwickelt. Wir berichten von diesen Beispielen und möchten u. a. diskutieren, welche Handlungsmöglichkeiten und Grenzen hier für die örtliche Jugendarbeit bestehen.

 

3. // Jugendbudgets und Bürgerbudgets in Brandenburg: Wie gewinne ich Teilnehmende? //

Mittwoch, den 07.12.2022, 11:00 – 12:30 Uhr
• Luise Fröhlich, Einwohner*innenbeteiligung / Werder (Havel)
• Stefanie Buhr, Kinder- und Jugendkoordinatorin Landeshauptstadt Potsdam
• Sylvia Swierkowski, Kinder- und Jugendbüro des Stadtjugendring Potsdam e. V.

Bei Beteiligung hat die Gewinnung von Teilnehmenden eine Schlüsselrolle. Wie kann eine breite Beteiligung erreicht werden? Und wie können diejenigen einbezogen werden, die unmittelbar betroffen sind? Auf diese Fragen wird am Beispiel des Zukunftshaushalts von Werder (Havel) eingegangen, wo eine Zufallsauswahl genutzt wird. Zum anderen geht es um Potsdam, wo bisherige Erfahrungen der Kinder- und Jugendbeteiligung in die Planung des anstehenden Jugendbudgets einfließen können. Alle Teilnehmenden sind herzlich eingeladen, von ihren Methoden zu berichten.

 

Hier der Veranstaltungs-Flyer zum Herunterladen und Weiterleiten.

// Brandenburg zählt jetzt 46 Bürgerbudgets – Anstieg trotz Krisen! //

Brandenburg ist das Bundesland in Deutschland mit den meisten Bürgerbudgets. Schon vor einem Jahr lebten über 35 Prozent aller Menschen in einer Kommune mit einem Bürgerbudget. Damals waren es 44 Beispiele, nun zählen wir 46!

Bürgerbudgets sind somit in Brandenburg zu einer wichtigen Ergänzung der repräsentativen Demokratie geworden. Das heißt, die Einwohner*innen der Bürgerbudget-Kommunen können nicht nur alle 4 Jahre den für den Bundestag und alle 5 Jahre für die Gemeindevertretung und das Europaparlament ihre Stimme abgeben, sondern bei den meisten Bürgerbudgets wird jährlich eine Wahl durchgeführt. Die geschah z. B. am 3. September in Eberwalde, wo fünf Stimmtaler auf über 60 Vorschläge zu verteilen sind, die zuvor von den Einwohner*innen eingereicht wurden. Auf diese Weise entscheiden die Menschen über die Verwendung von 100.000 Euro. Für Nuthetal erfolgt eine solche Abstimmung am 10. September. Die Termine in den 46 Kommunen liegen oft im Spätsommer und Herbst, nähere Infos sind auf den Internetseiten der jeweiligen Kommune zu finden.

Hier geht’s zur Linkliste mit allen Bürgerbudget-Kommunen in Brandenburg.

Wo gibt es über alle Bürgerbudgets? Das Projekt „JUBU-Jugendbeteiligung bei Bürgerbudgets“ führt einmal im Jahr eine Recherche im Internet zu den aktiven Bürgerbudgets durch. Die Karte zeigt, dass es diese überall in Brandenburg gibt. Sowohl in Perleberg als auch in Senftenberg. Allerdings bilden sich gerne Cluster: Dort wo eine Gemeinde ein Bürgerbudget hat, führt die Nachbargemeinde auch ein Verfahren ein. Besonders häufig ist dies rund um Berlin zu finden.

Bemerkenswert ist, dass die Zahl der Bürgerbudgets gestiegen ist, obwohl die Rahmenbedingungen nicht einfach sind. Aufgrund der Covid 19-Pandemie hatten manche Verfahren pausiert oder es mussten Abstimmungen verschoben werden. Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat zudem mit seinen wirtschaftlichen Auswirkungen zu einer Inflation geführt. Viele Kommunen sind verunsichert und müssen prüfen, wofür sie ihr Geld ausgeben. Umso bewundernswerter ist es, dass viele am freiwillig durchzuführenden Bürgerbudget festhalten. Der Anstieg ist zwar nicht mehr so rasant wie in den Vorjahren, doch gibt es mit Rangsdorf, Ludwigsfelde und Großbeeren „Neueinsteiger“. In Wustermark hatte hingegen das Verfahren pausiert, nun hat man mit einem Konzept, das bei den Ortsbeiräten ansetzt, einen Neustart gewagt. Ketzin und Mühlenbecker Land pausieren hingegen seit längerem oder haben offiziell aufgehört. Sind erscheinen deshalb nicht mehr in der Liste.

Das Projekt JUBU möchte die Kommune so gut es geht unterstützen. Insbesondere liegt es uns daran, die Beteiligung junger Menschen zu fördern. Denn obwohl eine Beteiligung meist ab 12 oder 14 Jahren möglich ist, sind junge Menschen oft unterrepräsentiert. JUBU möchte dies ändern und entwickelt Konzept für Offene Jugendarbeit und Schule. Im Herbst werden wir zu diesem Thema eine Online-Workshopreihe für und Fachkräfte der Jugendarbeit und Mitarbeiter*innen in Verwaltungen durchführen. Außerdem bieten wir interessierten Trägern und Kommunen Beratungen an.

Infos zu aktuellen Entwicklungen erhalten Sie bei uns fortlaufend auch über Facebook und Twitter.

// Vortrag in Dahlewitz – JUBU ist am 17.09. eingeladen das Bürgerbudget weiterzudenken //

JUBU bietet Vorträge und Workshop zu Jugendbeteiligung bei Bürgerbudgets. Wir freuen über die Anfrage aus Dahlewitz, wo wir am Samstag auf Einladung von VLK Brandenburg sind. In Dahlewitz gibt es die Idee, das Bürgerbudget weiterzuentwickeln. Wir freuen auch auf Teilnehmer*innen von der Stadtverwaltung Eberswalde und sind gespannt, welche Ideen entstehen.

Interressierte können die Veranstaltung am Samstag, den17.09.2022 ab 10:00 Uhr im Bruno-Taut-Haus (Am Bahnhofschlag 1, 15827 Dahlewitz) besuchen.

// Eberswalde hat abgestimmt – Vorschläge Jugendlicher erzielen Achtungserfolg //

Der diesjährige Zyklus des Eberswalder Bürgerbudget ist abgeschlossen. Am 03. September haben die Einwohner*innen der JUBU-Pilotkommune Eberswalde im Familiengarten ihre Coins auf die verschiedenen Vasen verteilt und somit über die insgesamt 50 Vorschläge in diesem Jahr abgestimmt.

Auch die Vorschläge der Schüler*innen, die in der JUBU-Projektwoche im Juni am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium entwickelt wurden, standen zur Abstimmung: Outdoor-Sportgeräte und kostenlose Menstruationsprodukte in öffentlichen Toiletten.

Auch wenn beide Vorschläge dieses Mal keine Gelder erhalten haben, so kann die Stimmanzahl als kleiner Achtungserfolg angesehen werden. Besonders die Idee von Outdoor-Sportgeräten im öffentlichen Raum Eberswalde scheint ein deutlicher Bedarf zu sein: 3 weitere Vorschläge (Nr. 71, 53, 38) waren dem der Jugendlichen sehr ähnlich. Ein Bündeln der Vorschläge (mit zusammengerechneten 713 Stimmen) hätte hier vermutlich zum Erfolg und zur Umsetzung geführt.

JUBU gratuliert den Vereinen und Organisationen die in diesem Jahr dank des Bürgerbudgets ihre Vorhaben umsetzen können!

Für JUBU bedeutet der Abschluss des diesjährigen Bürgerbudgets in Eberswalde nun auch den Abschluss des Prozesses mit den Schüler*innen der (damaligen) 9. Klasse. Wir freuen uns auf geplantes letztes Treffen zur Reflexion des Prozesses und sind sehr gespannt auf die Perspektive der Jugendlichen auf den Prozess.